19.05.2015 18:00

175. Unternehmertreff mit Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Bevollmächtigte des Landes beim Bund

Europa - Schicksal und Chance


„Wer glaubt noch an Europa?“ möchte man nach den täglichen Nachrichten fragen.

Die Randgruppen wiegeln auf und schlagen zu wie im Falle der EZB-Krawalle und das Misstrauen gegenüber den EU-Institutionen reicht bis in den Mittelstand.  Die unsägliche Griechenland-Krise bringt unsere wirtschaftlichen Grundlagen in Gefahr.

Mit Vermutungen, Vorverurteilungen und Halbwahrheiten wollen interessierte Kreise die Bevölkerung hinter sich bringen. Nur die Medien transportieren dies mit Wonne.

Dabei hat es die EU auch mit ihren vertraglich festgeschriebenen Anliegen schwer:
Die EU-Kommission predigt Wettbewerb – aber wer will schon Wettbewerb für sich?

Die EU setzt auf Normen, aber wer denkt schon darüber nach, dass Normen die Schienen für Ex- und Import sind?

Die EU will Deregulierung, doch allzu häufig geschieht das Gegenteil in den Mitgliedstaaten.

Die EU will Substituierung im Sinne einer Dezentralisierung, doch auch hier gibt es Widerstände.


Die regulierten Berufe sehen sich wellenförmig den Bemühungen des Wettbewerbskommissars ausgesetzt. Das schafft gerade bei diesen Multiplikatoren keine EU – Begeisterung.

Die EU will unregulierte, persönliche Verantwortung, doch die Menschen fliehen die Verantwortlichkeit, liefern sie lieber beim Staat ab.

Die EU will Freiheit der Meinung und Möglichkeit der Selbstverwirklichung, doch Freiheit scheint niemanden zu interessieren und die Selbstverwirklichung scheint nur auf Kosten des Anderen zu gehen.

Das EU–Bashing ist modern. Schnell bedienen sich böse Geister des unsteten Volkswillens. Sind wir dabei, unsere sicher geglaubten geistigen und wirtschaftlichen Grundlagen zu zerstören? Wie können wir vor diesem Hintergrund die Europäische Union zukunftsfähig machen?

Frau Dr. Schwall-Düren ist nicht nur qua Amtes eine begeisterte Europäerin, die dafür einsteht, dass dieses freie Europa unser aller Schicksal und Chance ist.

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