05.03.2013 00:00

161. Unternehmertreff: Prof. Dr.-med. Jörg Spitz „Gesundheitsprevention in Unternehmen - (k)eine Luxusinvestition“

M.I.P. Institut für Medizinische Information und Prevention, Schlangenbad


 

Die Gesundheitskompetenz von Mitarbeitern ist ausschlaggebend für deren Gesundheitszustand. Rein finanziell betrachtet ist die Investition in die betriebliche Gesundheitsprävention auch in kleinen und mittleren Unternehmen eine Maßnahme, die hohe Folgekosten und Krankheitsausfälle verhindert und sich somit rechnet. Thesen von Prof. Dr. Jörg Spitz vom Institut für medizinische Information und Prävention, die er am 5. März 2013 beim 161. Unternehmertreffs der Netzwerk ZENIT e.V. dem Publikum vorstellte.

 

Im Gegensatz zur Fachkompetenz würde Gesundheitskompetenz heutzutage jedoch nicht systematisch gelehrt. Unser Körper sei in der modernen Arbeits- und Berufswelt in verstärktem Maße Schadfaktoren wie Stress, Übergewicht oder Strahlung ausgesetzt. Diese würden leider nicht ausreichend von Schutzfaktoren wie Bewegung, gesunder Ernährung, Licht, Schlaf oder Musik ausgeglichen. Die komplexen Einwirkungen unserer Umwelt auf unseren Körper führten daher früher oder später zu chronischen Krankheiten, so Prof. Spitz. Die verschiedenen Risikofaktoren wirkten hierbei nicht nur addierend, sondern potenzierend und nähmen mit dem Alter zu. Anschauliche Beispiele und aussagekräftige Statistiken untermauerten die Thesen des Facharztes für Nuklearmedizin, Ernährungsmedizin und Präventionsmedizin.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass eine reine Verhaltensprävention, also ein aktives Vorbeugen der betreffenden Person selbst, gescheitert sei. Vielmehr käme der Verhältnisprävention, also einem Ändern der Arbeits- und Lebensumgebung, die entscheidende Rolle zu. Diese Verhältnisprävention verlange dem Individuum kein aktives Handeln ab, sondern verhindere von vornherein das Entstehen vieler Risikofaktoren. Mittelständische Betriebe ermunterte der Referent zur Investition in verhältnispräventive Maßnahmen in Ihren Betrieben.