10.10.2013 00:00

165. Unternehmertreff: Garrelt Duin „Wirtschaftspolitik in NRW“

Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen


 

Garrelt Duin, seit Juni 2012 NRW-Wirtschaftsminister, sorgte als Referent des 165. Unternehmertreffs des Netzwerks ZENIT e.V. am 10. Oktober für ein volles Haus. Knapp einhundert Gäste aus Wirtschaft und Politik folgten seinen Ausführungen zur Wirtschaftspolitik in NRW. Diese, so Duin, habe vor allem vorausschauend zu sein. Am Beispiel der Entwicklung bei Opel in Bochum betonte er die Aufgabe der Politik, gute Voraussetzungen für sinnvolle Alternativen zu schaffen. Dass dieser Weg erfolgreich sei, belegten die zahlreichen Anfragen von Firmen, die das Gelände für die Ansiedlung neuer Arbeitsplätze nutzen wollten.


NRW bedeute für ihn unter anderem "Wir sind Industrie" mit einem klaren Bekenntnis zum Industriestandort und einer Energiepolitik, die dazu beitrage, den weiteren Anstieg der Energiekosten einzudämmen. Eine gute Industriepolitik habe darüber hinaus Innovationen zu fördern, was die ZENIT GmbH seit nunmehr fast 30 Jahren leiste.

NRW sei auch Heimat von Familienunternehmen, die das Herzstück der mittelständischen Wirtschaft im Land darstellten. Lange bevor über Lehrbücher der Begriff der Nachhaltigkeit in die öffentliche Diskussion Einzug gehalten hätte, sei diese in den kleinen und mittleren Unternehmen im Land bereits gelebt worden. Das erklärte Ziel der Landesregierung, den Mittelstand zu fördern, zeige sich unter anderem durch die Etablierung eines Gremiums, das alle Gesetzesvorhaben auf seine mittelstandsfreundlichen Strukturen untersuche, bevor es zur Abstimmung im Landtag komme. Zum Unternehmenserfolg trage darüber hinaus bei, Firmen bei ihrem Weg auf internationale Märkte zu unterstützen. Auch dies fördere das Land und werde von ZENIT täglich in die Praxis umgesetzt.

Dass NRW nicht nur ein industrielle Kernland und Heimat des Mittelstands sei, belege das Beispiel Mülheim. Mit der Ansiedlung von Kreativen, die sich mit der Spielebranche an der Ruhr niedergelassen hätten, sei ein weiterer Schwerpunkt der NRW-Wirtschaftspolitik erfolgreich umgesetzt worden. Hier heiße es, Räume zu schaffen und flexible Fördermöglichkeiten zu entwickeln, um das Kreativpotenzial auch gegen starke Konkurrenz wie Berlin ins Land zu locken.

Duin rief die Unternehmen dazu auf, sich europäisch auszurichten und von den verschiedenen europäischen Fördermöglichkeiten zu profitieren. Als Schwerpunkte nannte er den europäischen Strukturfond und das Ende des Jahres startende EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020. Auch hier stehe die Landesregierung an der Seite der ZENIT GmbH, die unter anderem potenzielle Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft bei der Antragstellung für innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte berate. Dass dabei möglichst hohe Fördermittel für einige, statt wenige Mittel für viele heraussprängen, sei dabei ganz im Sinne der NRW-Wirtschaftspolitik.

Über die Rolle der ZENIT GmbH als anerkannte Europa- und Innovationsagentur des Landes NRW tauschten sich im Vorfeld des Unternehmertreffs Wirtschaftsminister Garrelt Duin,
ZENIT-Geschäftsführer Dr. Herbert Rath sowie Aufsichtsratschef und Netzwerk ZENIT e.V.-Vorsitzender Dr. Otmar Schuster aus (v. l.).