11.02.2014 00:00

167. Unternehmertreff: Peter Peters „Wirtschaftsfaktor Fußball - Weltgeschäft und regionalwirtschaftliche Effekte“

Vorstandsmitglied des 1. FC Gelsenkirchen Schalke 04


 

Tradition und Kommerz. Wirtschaftsfaktor Fußball

Ein Hauch von blau-weißem Geist wehte am 11. Februar durch die mit rund einhundert Zuhörern gefüllte und damit proppenvolle Eingangshalle der ZENIT-Villa. Gast war Schalke 04-Finanzvorstand Peter Peters mit einem fesselnden Vortrag über die wirtschaftlichen Aspekte des Fußballs. Als wichtigste Grundlage für den Erfolg der Knappen machte er die Investitionen in das Stadion und die nachhaltige Jugendarbeit des hauseigenen Nachwuchsleistungszentrums aus. Die wirtschaftliche Lebensversicherung seien die jährlich rund 45.000 verkauften Dauerkarten. Dabei, so Peters, sind die Einnahmen durch Heimspiele, Werbung und  TV-Verwertung allerdings abhängig vom sportlichen Erfolg. Dass der mit 126.000 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen der Welt gehörende Club dabei auf dem richtigen Weg sei, belegten wachsende Umsatzzahlen. Mit insgesamt etwa 850 Millionen Euro Steuern und Abgaben, die die Clubs der 1. und 2. Bundesliga in der vergangenen Saison gezahlt hätten, gehörten die Ligen selbst im weltweiten Vergleich zur absoluten Spitze. Dies mache sich auch in der regionalen Wirtschaft bemerkbar. So beschäftigt Schalke zirka 500 Mitarbeiter und Aushilfen, die an Spieltagen noch einmal um die gleiche Anzahl verdoppelt werden. Trotz der Professionalisierung des Sports versuche man aber, die Balance zwischen Tradition und Kommerz durch zahlreiche Aktivitäten zu fördern. Dazu trage nicht nur die enge Anbindung der Spieler an Fanprojekte, zahlreiche soziale Projekte und die Stiftung „Schalke hilft“ bei, sondern auch die Verankerung der regionalen Verbundenheit im Leitbild des Vereins. Gemeinsames Ziel aller Akteure sei es, international herausragende Spieler in Zukunft nicht mehr nur auszubilden, sondern auch halten zu können. Dass dieses Ziel mit der Qualifizierung für europäische Wettbewerbe einhergehe, verstehe sich von selbst und sei stetiger Ansporn für Fans, Spieler und Verein.   

 

Den Vortrag als PDF finden Sie hier