Innovationspreis des Netzwerks ZENIT e.V. verliehen

 

Wie innovativ und leistungsstark der nordrhein-westfälische Mittelstand ist, bewiesen 63 qualitativ hochwertige Wettbewerbsbeiträge, die eine achtköpfige Jury im Rahmen der Innovationspreisvergabe zu bewerten hatte. Der vom Mülheimer Netzwerk ZENIT e.V. zum sechsten Mal ausgeschriebene Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto „Vom Produkt- zur Systemlösung“. Ausgezeichnet wurden am 3. Dezember 2012 sieben Wettbewerbsfinalisten.

 

 



Dr. Otmar Schuster, Vorsitzender des Netzwerks ZENIT e.V.,
bei der Begrüßung der rund 100 Gäste

 

Prof. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West,
engagierte sich als Juryvorsitzender

 

Am meisten überzeugen konnte die enviplan Ingenieurgesellschaft aus Lichtenau mit ihrer Entwicklung vom Anbieter spezifischer Sauerstoffsysteme für die Fischzucht hin zum Ansprechpartner für Gesamtlösungen im Abwasserbereich. Der 2. Platz ging an das Unternehmen Carpegen aus Münster, der dritte Preis an die 2G Energy AG aus Heek. Auszeichnungen erhielten darüber hinaus die Leantechnik AG aus Oberhausen, die Everwand Druckgastechnik GmbH aus Solingen, die Eltherm GmbH aus Burbach und das Unternehmen Subreport Verlag Schawe GmbH aus Köln.
 
Geehrt wurden die Finalisten durch Prof. Dr. Eberhard Menzel, Juryvorsitzender und Präsident der Hochschule Ruhr West, sowie den Vorsitzenden des Netzwerks ZENIT e.V., Dr. Otmar Schuster. Rund 100 Gästen waren der Einladung nach Mülheim gefolgt. Der Gewinner erhielt einen Geldpreis in Höhe von 10.000 Euro, alle Finalisten eine einjährige Mitgliedschaft im Netzwerk Zenit e.V.

 

 

Dr. Thomas A. Lange, Vorsitzender des Vorstandes der Bankenvereinigung NRW,
hielt ein spannendes Referat zum Thema:
"Deutschland am Scheideweg - mit Mut zu Reformen"

 

Bei der Ausschreibung gefragt waren nicht nur innovative Produkte oder Dienstleistungen, sondern Lösungen, die Firmenkunden sowohl in der Breite als auch in der Tiefe besonders überzeugen konnten. Im Mittelpunkt standen dabei nicht große Serien. Gesucht wurde nach intelligenten und zeitgemäßen Lösungen, von denen Unternehmer auch in anderen Branchen lernen können. „Die eingereichten Beiträge zeigen in beeindruckender Weise, wie kreativ sich Unternehmen den Herausforderungen des Marktes durch den Ausbau ihrer innovativen Konzepte hin zu ganzen Systemen stellen und diese dann international vermarkten, so Prof. Dr. Eberhard Menzel als Juryvorsitzender in seiner Laudatio. „Alle Preisträger“, so Dr. Thomas A. Lange, Vorsitzender der Vorstandes der Bankenvereinigung Nordrhein-Westfalen in seinem Vortrag `Deutschland am Scheideweg – mit Mut zu Reformen´ „haben gelungene Beispiele für die Innovationskraft und Lösungsorientierung geliefert, die unsere mittelständischen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen auszeichnen."

Gewinner Innovationspreis enviplan, Lichtenau
Luftblasen beschäftigen die enviplan Ingenieurgesellschaft mbH bereits seit den 1980er Jahren. Dort legte man den Grundstock für eine florierende Geschäftsidee. Entwickelt und produziert wurde der Aquatector, ein Gerät, mit dem Sauerstoff in Becken für die Lachsaufzucht eingespeist wurde. Das innovative Verfahren führte zu gigantischen Steigerungsraten in der Fischproduktion, aber leider auch zu fallenden Preisen für die Züchter und schließlich zum Zusammenbruch des Marktes. Aus diesem Dilemma entwickelte Geschäftsführer Roland Damann eine neue Idee. Da sich Luftblasen nicht nur zur Vermischung von Sauerstoff mit Wasser, sondern auch zur Anlagerung feinster Schmutz- oder Feststoffpartikel verwenden lassen, wurde der Aquatector weiterentwickelt. Der Zusatz Microfloat beschreibt die Flotation als ein Verfahren, mit dem mittels mikroskopisch kleiner Luftbläschen selbst ultrafeine Schmutzteilchen aus dem Abwasser abgetrennt werden. Die damit ausgerüsteten Anlagen erzeugen also nicht nur klares Abwasser, sondern trennen auch die Feststoffe konzentriert ab. Durch den meist sehr hohen Gehalt an organischem Kohlenstoff sind diese Schlämme hervorragender Nährstoff für Biogasanlagen. Über ein Blockheizkraftwerk lässt sich daraus Energie gewinnen, die zum Beispiel zum Betrieb der Kläranlage eingesetzt werden kann und diese damit zu einem energieautarken System macht.
http://www.enviplan.de

 

 

Der Juryvorsitzende Prof. Dr. Eberhard Menzel mit dem Gewinner
des diesjährigen Innovationspreises, enviplan-Geschäftsführer Roland Damann,
sowie Dr. Otmar Schuster, dem Vorsitzenden des Netzwerks ZENIT e.V.


2. Platz Carpegen, Münster
Mit der Vergabe des 2. Platzes würdigte die Jury das überzeugende Vorha-ben der Carpegen GmbH, aus einem innovativen Medizintechnikprodukt eine komplexe Systemlösung mit hohem Marktpotenzial zu entwickeln. Grundlage ist ein Analysegerät, mit dem Bakterien bestimmt werden können, die für die Volkskrankheit Parodontitis verantwortlich sind. Bislang müssen dafür beim Zahnarzt entnommene Proben zur Auswertung in das Carpegen-Labor geschickt werden. Mit Hilfe eines Förderprojektes des Bundesforschungsministeriums arbeitet man in Münster zurzeit an einem Echtzeit-Minilabor, das die Auswertung einer Probe innerhalb einer halben Stunde direkt beim Zahnarzt ermöglicht. Die Kosten dafür werden weit unterhalb von bereits existierenden Konkurrenzprodukten liegen. Der Verkauf ist ab Ende 2013 geplant. Auch andere Einsatzgebiete sind denkbar. So lassen sich genetische Marker oder Krankenhauserreger wie MRSA-Keime oder auch Noroviren schnell bestimmen.
http://www.carpegen.de

 

 

Platz 2 ging ins Münsterland:
Carpegen-Geschäftsführerin Dr. Antje Rötger und Frau Yvonne Schoepe


3. Platz 2G Energy, Heek
Einen hervorragenden dritten Platz belegte die 2G Energy AG nicht nur wg. der auch finanziell ungeheuer erfolgreichen Entwicklung zum Anbieter innovativer, energiesparender Blockheizkraftwerke für den Einsatz von Erdgas und Biogas. Blockheizkraftwerke erzeugen direkt beim Verbraucher Strom. Gleichzeitig kann die dabei freiwerdende Wärmeenergie effektiv genutzt werden. Für einen signifikanten Umsatzanstieg sorgte in den letzen beiden Jahren der unter anderem gemeinsam mit verschiedenen Forschungseinrichtungen entwickelte innovative Gasmotor „agenitor“. Dieser beeindruckt sowohl durch hervorragende Leistungen als auch eine erhebliche Wirkungsgraderhöhung. Ein unschlagbarer Wettbewerbsvorteil in Zeiten der Energiewende. Entsprechend reagierten die Kunden, vorrangig dezentrale Energieversorger wie landwirtschaftliche Betriebe oder Wohnungsbaugesellschaften. Seit der Markteinführung im Jahr 2010 stieg der Umsatz um 70 Millionen Euro auf über 167 Millionen Euro. Rund einhundert neue Mitarbeiter sorgten für eine Aufstockung auf mehr als 400 Beschäftigte.Mit der Entwicklung des neuen Motors betrat das Unternehmen ein bis dahin unbekanntes Terrain. Durch diesen Fokus konnte es sich innerhalb der letzten Jahre als Technologieführer im Bereich bis 500 kW elektrischer Leistung etablieren. 2G bietet heute ganzheitliche Lösungen von der Komponentenentwicklung über Projektplanung und -installation bis hin zu Service- und Wartungsleistungen an.
http://www.2-g.de

 

 

Frank Grewe, Geschäftsführer der 2G Drives GmbH erhielt den dritten Platz

 

Auszeichnung Leantechnik, Oberhausen
Die Leantechnik AG konnte die Jury mit ihrer Ausweitung sowohl in Produkte als auch in Märkte überzeugen, so Dr. Otmar Schuster, Vorsitzender des Netzwerks Zenit e.V.. Wer im produzierenden Gewerbe wie z.B. der Automobilindustrie, für den Einsatz in Produktionsstraßen leistungsstarke Hubelemente sucht, die syn-chrone, präzise und schnelle Bewegungen garantieren, der kommt an den Zahnstangengetrieben des Oberhausener Unternehmens nicht vorbei. Die Firma gehört zu den führenden Anbietern mechanischer Linear- und Automatisierungstechnik. Vor allem die Zahnstangengetriebe der Serien „lifgo“ und „lean SL“ für unterschiedlich komplexe Lösungen überzeugten den Markt. Anfang 2011 wurde eine neue Generation beider Serien eingeführt, mit der erstmals beide Serien in einem Baukastensystem kombinierbar sind. Dank einheitlicher Baugrößen und Anschlussmaße wurden die beiden Getriebetypen zu sich ergänzenden Komponenten in einem konsequenten Modulbaukasten. Obwohl der Kundennutzen durch die Kombinierbarkeit und ein deutlich einfacheres Handling bei der Montage erhöht werden konnte, ergeben sich bei cleverer Planung und Konstruktion deutliche Einspareffekte. Dass die neue Komponenten-Generation bei den Kunden gut ankommt, beweist eine deutliche Erhöhung des Umsatzes seit ihrer Einführung.
http://www.leantechnik.com

 


 

Leantechnik AG, Oberhausen:
Leantechnik-Geschäftsführung: Petra Trojahn und Reinhard Janzen

 

Auszeichnung Everwand, Solingen
Die Everwand Druckgastechnik GmbH erhält die Auszeichnung für die Ent-wicklung vom Hersteller gastechnischer Komponenten und Geräte hin zum Anbieter komplexer Anlagensysteme für die Prozess- und Energieindustrie.
Doch in Solingen denkt man schon weiter. In Zusammenhang mit dem ak-tuellen Themenbereich „Energiewende“ setzt das Unternehmen auf die Speicherung und sinnvolle Nutzung überschüssiger regenerativer Energie durch die Erzeugung von Wasserstoff. Dank der Kooperation mit einem französischen Unternehmen ist man bei der Entwicklung von Systemen, die überschüssige regenerative Energie in Form von Wasserstoff speichern und in Zeiten von Bedarfsspitzen wieder verfügbar machen, schon relativ weit. So hat Everwand eine uneingeschränkt positive Antwort auf die Frage nach einem Akku für grünen Strom. Neben der Nutzung von Energie, die sonst verloren wäre, kann die Umwandlung von Strom in Gas, das „Power-to-Gas“-Prinzip, auch dazu beitragen, dass der Ausbau des Hochspan-nungsnetzes weniger dringend wird.
http://www.everwand.de

 

 

Everwand Druckgastechnik GmbH, Solingen:
Die Everwand-Repräsentanten: Tasniem Siegfried Jawaid, Michael Everwand und Karl-Heinz Lentz (v.l.)

 

Auszeichnung eltherm GmbH, Burbach
Die Auszeichnung erhält das die eltherm GmbH für die überzeugende Entwicklung vom Anbieter von Begleitheizungen mit zugekauften Standard-Heizkabeln zur Engineering-Gesellschaft mit eigener Entwicklungsabteilung und der Produktion innovativer Systeme. Diese Entwicklung begann bereits 1996 mit der Fertigung spezieller Widerstandsheizleitungen. Damit war das junge Unternehmen in der Lage, flexibel auf die Anforderungen der Kunden zu reagieren. Zehn Jahre später startete man die Produktion selbstregulierender Heizleitungen, einer Technik, die in Deutschland bis heute ausschließlich eltherm selbst fertigen kann. Mit der hausinternen Herstellung nahezu aller benötigten Komponenten entwickelte sich das Unternehmen vom Anbieter einzelner Komponenten zum Anbieter von Komplettsystemen. Die Heizkabel selbst machen bei einigen Projekten häufig nur noch 30 Prozent des Umsatzes aus.
Mit dieser Entwicklung erschloss sich das Unternehmen auch international neue Märkte. Rund 70 Prozent des Umsatzes, der sich zwischen 2007 und 2011 nahezu verdoppelte, werden mittlerweile im Ausland erwirtschaftet. Tochtergesellschaften in Singapur und England sowie Joint Ventures in Kanada und Shanghai sind nur einige Belege für das internationale Engagement.  
http://www.eltherm.com

 


 

Eltherm GmbH, Burbach:
Eltherm-Geschäftsführer Alexander Neff und Marketingchefin Derya Turgay-Herz

 

Auszeichnung subreport, Köln
Die Jury würdigt mit der Auszeichnung den Weg der subreport Verlag Scha-we GmbH zu einem innovativen Kompetenzzentrums für Beschaffung, Information und Zusammenarbeit im Internet und den damit einhergehenden Wandel des Unternehmens vom Produkt- zum Systemanbieter.Seit Jahrzehnten sind die Kölner der führende Marktplatz für Aufträge der öffentlichen Hand: Tag für Tag werden über 500 neue aktuelle Ausschrei-bungen vor allem per E-Mail oder online von Kunden im Abonnement bezo-gen. Darüber hinaus war subreport 2001 das erste Unternehmen, das den kompletten Vergabeprozess öffentlicher Aufträge über das Internet anbot – ein Weg, der nach Vorstellung der EU bis spätestens 2016 zum Standard in Europa werden soll.Nach langer Entwicklungszeit steht jetzt eine neue Lösung kurz vor der Marktreife: subreport CAMPUS baut auf den bewährten Produkten auf und erweitert diese um eine ganze Serie einzigartiger Komponenten. Entwickelt wurde nicht nur ein Adapter, der es Bietern ermöglicht, mit nur einem Werk-zeug viele verschiedene eVergabeplattformen zu nutzen. Entwickelt wurden auch Komponenten wie Ausschreibungs-Demo, Firmendarstellung, Lieferantensuche, eBeschaffung, XVergabe de Luxe oder Auftraggeber-Forum – Produkte, die dabei helfen, Zeit und Geld zu sparen, zusammenzuarbeiten, mehr zu wissen und einfach mehr zu erreichen.
http://www.subreport.de

 

 

Subreport Verlag Schawe GmbH, Köln:
Subreport-Prokurist Johannes Rother und Geschäftsführerin Christiane Schäffer