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16.04.2018 08:51

Unternehmertreff: Die Rolle der erneuerbaren Energie bei der Energiewende


„Die Energiewende ist bislang lediglich eine Stromwende und mit dieser sind die ehrgeizigen Einsparungsziele der EU nicht zu erreichen“. Dr. Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien der innogy SE, bot beim 186. Unternehmertreff des Netzwerk ZENIT e.V. am 12. April einen informativen Vortrag über die Rolle der erneuerbaren Energie bei der Energiewende. Zwar habe man in Deutschland seit 1990 eine CO2-Reduktion von rund 27 Prozent erreicht, das Ziel von 80 Prozent liege mit den bisherigen Maßnahmen allerdings in unerreichbarer Ferne. Dabei böten die Erneuerbaren Energien durch immer bessere Technologien und fallende Preise eigentlich die besten Voraussetzungen für einen echten Durchmarsch. Gegen den spreche zurzeit aber noch die zu zaghafte Unterstützung der Politik, die fehlende Netzinfrastruktur für den Transport der Windenergie von Nord- nach Süddeutschland und bestehende Gesetze wie die EEG-Umlage, durch die Anlagen-Betreiber den Strom zu festen Preisen abgenommen bekommen.

Nur rund 21 Prozent des Energieverbrauchs macht der Strom aus,  wogegen Mineralöle und Erdgas den Wärme- und Treibstoffsektor dominierten, so Bünting, Der zentrale Baustein der erfolgreichen Energiewende heißt „Sektorkopplung“ und bedeutet die Nutzung von „grünem“ Strom in anderen Sektoren. Dazu gehört unter anderem der Ausbau von Elektrofahrzeugen oder die Förderung von Wärmepumpen für private Haushalte. Ein Hemmnis stellten allerdings bestehende Abgaben und Steuern auf Strom und damit die indirekte Förderung von Öl dar. Die Einhaltung des ehrgeizigen Klimaziels sei zu schaffen, wenn die Themen Dezentralisierung, Digitalisierung, die Rolle der Netzwerkbetreiber und eine Europäische Integration der Systeme zufriedenstellend gelöst werden könnten.   



Vortrag (pdf)