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01.02.2018 09:32

Alternativlose Finanzpolitik der EZB. Nationalbankchef Lange bei ZENIT


"Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank als Herausforderung für die Finanzwirtschaft" hatte Dr. Thomas A. Lange, Vorsitzender des Vorstandes der National-Bank AG aus Essen, seinen Vortrag bei Zenit am 31. Januar übertitelt. Dass er damit einen Nerv traf, bewies die große Anzahl der Gäste, die der Einladung zum 185. Unternehmertreff des Netzwerk Zenit e.V. gefolgt waren. Ob die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) Fluch oder Segen sei, komme immer auf den Standpunkt des Betrachters an. Während sich Häuslebauer oder Unternehmer mit Investitionsbedarf über die niedrigen Zinsen und damit gute Kreditkonditionen freuen, seien Sparer um ihre Altersvorsorge besorgt. Eine Alternative zu der als Reaktion auf die Krise vor elf Jahren geänderten  Finanzpolitik sei, so Lange, damals aber nicht in Sicht gewesen. Zwar sei der Euroraum anders als die USA ein sehr heterogenes Finanzgebilde, aber die drohenden Staatspleiten wären ohne die massiven Staatsanleihen der EZB nicht zu verhindern gewesen – was das Gesamtkonstrukt massiv gefährdet hätte. Von daher trage – bei aller zum Teil angebrachten Skepsis – die Finanzpolitik dazu bei, den politischen Zusammenhalt und das Wertesystem der EU zu stärken.    


Dr. Thomas A. Lange beleuchtete das Thema EU-Finanzpolitik in seinen verschiedenen Facetten

Für die Zukunft vermutet der Experte bis zur Mitte des kommenden Jahrzehnts langsam steigende Zinsen auf rund 1,5 bis 2 Prozent. Zur Mentalität der Deutschen gehöre es, Investitionen langfristig zu tätigen, weshalb es durchaus sinnvoll sein könne, sich die gegenwärtigen Zinsangebote dafür zu sichern.


Zahlreiche Gäste erfreuten sich an dem spannenden Vortrag