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13.09.2016 13:16

Rückblick ZENIT Unternehmertreff mit Prof. Rainer Meckenstock


Himmel und Hölle - Vom Wirken von Mikroorganismen
Was für den einen der Himmel ist, kann für den nächsten die Hölle sein. So geraten Menschen, die sich mit der Bekämpfung von verschmutzten Böden beschäftigen, geradezu ins Schwärmen, wenn es um die Arbeit von Mikroorganismen geht. Diese besitzen nämlich unter bestimmten Voraussetzungen die Fähigkeit, Öl einfach aufzufressen bzw. Schwermetalle zu binden und damit eine Ausbreitung der Schadstoffe zu verhindern. Weniger begeistert davon ist die Erdölindustrie, für die dieses Treiben ein ernst zu nehmendes Problem darstellt, weil die Qualität des geförderten Öls massiv darunter leidet. Aber auch sie profitiert von den Forschungsergebnissen des Teams um Prof. Rainer Meckenstock von der Universität Duisburg-Essen, der auch wissenschaftlicher Direktor des Mülheimer IWW Zentrum Wasser ist.

Beim 180. Unternehmertreff des Netzwerks ZENIT e.V. am 12. September nahm er seine Zuhörer unter der Überschrift „Wasser und Öl, Mikroorganismen bei der Arbeit“ mit auf eine faszinierende Reise in die winzig kleine Welt der Minilebewesen. Wie bedeutend deren Wirken für die Umwelt ist, zeige schon das Problem von rund zehn Millionen chemischen Substanzen, die zum Teil unser Grundwasser gefährdeten. Wo Wasser und auch Sauerstoff vorhanden sei, bestünden jedoch gute Voraussetzungen für die Abbauaktivität von Mikroorganismen, die zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen können. Seine Forschungsarbeit, so Meckenstock, sei daher praxisrelevante Grundlagenforschung für Menschen, die an der Lösung bestehender Umweltprobleme interessiert sind.


Prof. Rainer Meckenstock führte die Gäste des 180. Unternehmertreffs in die Arbeit von Mikroorganismen ein

Netzwerk ZENIT e.V.-Vorstandsmitglied Dr. Friedhelm Meister bei der Begrüßung und Einführung ins Thema