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14.04.2016 10:34

Prof. Schellnhuber zu Gast beim Unternehmertreff


Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, lockte am 7. April 2016 zahlreiche Gäste zum 178. Unternehmertreff in die ZENIT-Villa. Schellnhuber gehört weltweit zu den Top-IPCC-Klimaexperten und hat nicht nur die Bundesregierung mit Kanzlerin Merkel, sondern auch Papst Franziskus für sein Werk „Laudato Si“ wissenschaftlich beraten.

„Früher wollte ich die Welt verbessern“ sagte Schellnhuber, „heute will ich sie nur noch retten“ denn „wir haben nur noch zwölf Jahre Zeit“. Dann nämlich seien weitere 400 Milliarden Tonnen CO2 in der Atmosphäre und damit die auf dem Klimagipfel Paris COP21 gesetzte untere Schwelle von 1,5 Grad Erderhitzung überschritten. Bis zur Obergrenze 2 Grad wären es dann noch weitere zwölf Jahre. Jenseits der Pariser Obergrenze von 2 Grad steige die Wahrscheinlichkeit stark an, dass die Kipppunkte im Klimasystem überschritten werden. Und dies mit fatalen Folgen für die Menschheit. So ließe das Abschmelzen der Polkappen den Meeresspiegel um 70 Meter ansteigen. Die auch in seinem Buch „Selbstverbrennung“ beschriebene Lösung hieße: 100 Prozent Erneuerbare Energien, eine Zero Emission bis 2050. Solar- und Windenergie seien weltweit seit dem Jahr 2000 bereits um 23.000 bzw. 10.000 Prozent gestiegen – und dies bei Kostendegressionen von 80 Prozent. Die Lösung sei da, wir müssten sie jetzt nur schnell umsetzen: „Wir haben nur noch zwölf Jahre Zeit, um unseren CO2-Kreidt aufzubrauchen“ wiederholt Schellnhuber mahnend.
Dr. Ingo Stuckmann von der Mülheimer Initiative think.zero