News

12.12.2018
Ist Innovation planbar?

mehr

05.12.2018
Wechsel in der ZENIT-Geschäftsführung

mehr

21.11.2018
Wissenschaftskonferenz NRW – Russland

mehr

13.11.2018
Impulsseminar Kooperationen un Innovationen mit der AIF FTK GmbH, 29.11.2018, 15.00 Uhr, in Mülheim

mehr

12.11.2018
Neues ZIM-Kooperationsnetzwerk zu Additive Manufacturing

mehr

20.05.2015 12:47

NRW-Europaministerin zu Gast bei ZENIT


Einen besseren Ort als das Haus Urge könne man sich für einen Vortrag zum Thema Europa kaum vorstellen. Denn die Villa sei ein hervorragendes Beispiel für die Geschichte des Ruhrgebietes und Europas, so Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Bevollmächtigte des Landes beim Bund, beim 175. Unternehmertreffs des Netzwerks ZENIT e.V. am 19. Mai. Schließlich sei der Bauherr der Villa, Lederfabrikant Jean Baptiste Coupienne, aus Belgien eingewandert, die späteren Hausherren der Familie Stinnes waren international aktiv und die Briten nutzten die Villa nach dem 2. Weltkrieg als Offizierskasino. Im Jahr 1973 erwarb das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung das Haus zur Unterbringung  ausländischer Gastwissenschaftler und vermietet es 2004 an Zenit. Natürlich spielt das Thema Europa auch hier eine wesentliche Rolle, unterstützt man die Kunden über das Beratungsangebot NRW.Europa doch intensiv auf ihrem Weg zur Internationalisierung. Damit sei Haus Urge Zeuge weltgeschichtlicher Katastrophen, aber auch Zeuge, wie durch die europäische Einigung etwas Herausragendes geschaffen wurde.


Ein leidenschaftliches Plädoyer für Europa: Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren

Unter der Überschrift „Europa – Schicksal und Chance“ hielt die Ministerin ein leidenschaftliches Plädoyer für die Einheit Europas, zeigte die vielfältigen Chancen auf, die sich gerade für kleine und mittlere Unternehmen böten. Sie rief dazu auf, diverse Förderprogramme für innovative Vorhaben oder Existenzgründungen wahrzunehmen und sich dafür kompetent beraten zu lassen. Gute Beispiele seien die Programme EFRE und ESF, die speziell für KMU viele Anreize beinhalteten.

Überzeugter Europäer: Dr. Otmar Schuster, Vorsitzender des Netzwerks ZENIT e.V. Zwar gebe es keine einfachen Lösungen für Themen wie Klimaschutz, Jugendarbeitslosigkeit oder  Freihandelsabkommen – eine Alternative zu gesamteuropäischen Lösungen aber auch nicht. Mit der Schaffung der EU sei es erstmalig in der Geschichte Europas gelungen, das Recht des Stärkeren in den Hintergrund und das wohl aller Mitgliedsstaaten in den Vordergrund zu stellen. Dennoch zeigten manche Bürger Ängste. Die Abschottung vor Unbekanntem, die sich manch einer wünsche, sei zwar manchmal nachvollziehbar, hätte aber eine sehr schnelle Verarmung der Volkswirtschaft und damit auch der Bürger zur Folge. Resignation sei daher fehl am Platze. Aufgabe der Politik müsse es sein, besser zuzuhören und Politik besser zu erklären. Schließlich lebe Europa von Dialog und Debatte und der Suche nach Lösungen. Als Politikerin halte sie es mit dem 1864 geborenen Soziologen Max Weber: „Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich."